Der Verein

Durch eine groß angelegte Werbe- Kampagne des Deutschen Turnerbundes motiviert  gründeten am Neujahrstag 1899 einige junge Bürener den Turnverein „Jahn“ in der Gaststätte Gödde-Menke. Aber schon nach gut einem Jahr kam das frühe Aus, da hier offensichtlich zwar große Turnbegeisterung auf der einen Seite,  aber Unerfahrenheit in der Vereinsführung auf der anderen Seite zusammen trafen.

Der Spaß am Turnen sollte jedoch bleiben und so wurde 1913 ein neuer Versuch unternommen. 25 junge Leute gründeten zunächst den Turnverein „Eintracht Büren“, diesmal nicht ohne eine gewisse Professionalität. So sicherte man sich den Saal der Gaststätte Küting als „Turnhalle“, was wahrscheinlich für einen würzigen Duft in der Kneipe sorgte. Die für den Turnbetrieb erforderlichen Geräte wurden vorerst ausgeliehen.

Im Mai 1914 brachte ein erstes öffentliches Schauturnen auf „Langenkamps Wiese“ die nötige Resonanz in der Bevölkerung Bürens und so konnten zahlreiche neue Mitglieder gewonnen werden.

Schon damals konnte das Deutsche Sport- Abzeichen erworben werden.               

Nach dem ersten Weltkrieg machte sich jedoch Konkurrenz breit. Der Turnverein "Deutsche Eiche" warb in Büren um Mitglieder. Beide Vereine schlossen sich Ende der 20er Jahre zu einem Verein zusammen.

Der Grundstein für den TV Büren 1913 e.V. war damit gelegt. Aus dieser Zeit sind über die Kreisgrenzen hinaus gehende sportliche Leistungen aus den Gebieten des Geräteturnens, des Hand- und Fußballs überliefert.

In der Zeit des 2. Weltkrieges ruhte das Vereinsleben und als Vereinsgründungen wieder erlaubt waren, kam das sportliche Treiben im Nachkriegsjahr 1947 wieder neu in Gang. Die Idee des Breitensports sorgte dafür, dass dem Turnen der Vorzug vor allen anderen Sportarten gegeben wurde. Aber auch die Geselligkeit kam nie zu kurz. Es gab das traditionelle "Pflaumenkuchen - Essen" in Mertenstal, das Apfelkuchen - Essen in Kütings Saal oder regelmäßige Stiftungsfeste. *)

In den nun folgenden Jahren entwickelte sich die Vereinsarbeit in den einzelnen Abteilungen recht rege und neben dem Turnen wurden Leichtathletik, Handball, Schwimmen, Tischtennis und Skilauf betrieben.

In den 60er und 70er Jahren kamen die Abteilungen Basketball und Volleyball hinzu, die bei der Jugend großen Anklang fanden und ziemlich erfolgreich am Spielbetrieb teilnahmen.

Einige Zeit lang war die Basketball - Mannschaft das Aushängeschild des Vereins, wobei in Büren stationierte Amerikanische Soldaten den Virus der Basketballbegeisterung in den Verein trugen. 

Seit Kurzem sind die neuen Sportarten Rope Skipping und Jazzdance als Abteilungen im Verein vertreten. Die Rope-Skipper bewegen sich auf höchstem Wettkampfniveau und gewannen u.a. die Deutschen Show Meisterschaften. 

Neu hinzu kam auch die Abteilung Kickboxen. Die Kampfsportler belegen regelmäßig vordere Plätze bei Deutschen- und Europameisterschaften.

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*) vgl. Karin Wagener, Büren - Einblicke in die historische Entwicklung S. 519